Die Yakuza entdeckt den Casinokapitalismus

von Carsten Germis

Smithers bestellt bei der Kellnerin eine Karaffe  Wasser und zündet sich die nächste Zigarette an. »Eine Angewohnheit aus der Zeit, als ich noch Polizeireporter war«, sagt er, »Wenn du mit einem japanischen Polizisten ausgehst, lautet die erste Regel: Du darfst nur Sake, Shochu, Bier oder Whiskey trinken. Die zweite ist: Du solltest besser kein Nichtraucher sein.«
Ich sehe auf sein Wasserglas.
»Kater von gestern«, erklärt er. Es klingt fast wie eine Entschuldigung. (Seite 104)

Einer der besten Kenner der Yakuza, der japanischen Mafia, ist ein Amerikaner: Jake Adelstein. Weil es Morddrohungen gegen den Reporter gegeben hat, stand er in Tokio lange unter Polizeischutz. Trotzdem will er weiter bleiben.

Es war an einem Sonntag im Oktober 2011, als der damalige Chef des japanischen Olympus-Konzerns, Michael Woodford, begann, um sein Leben zu fürchten. Das kleine, aber einflussreiche Enthüllungsmagazin »Facta« hatte gerade berichtet, in die milliardenschweren Bilanzbetrügereien bei Woodfords Unternehmen, die er selbst öffentlich gemacht hatte, sei auch die Yakuza verwickelt - die japanische Mafia. Der Brite Woodford, damals erster nicht-japanischer Vorstandschef des Kamera- und Medizintechnikkonzern in Tokio, wollte die Schiebereien aufklären, stieß bei seinen japanischen Kollegen im Vorstand aber nur auf eine Mauer des Schweigens. Dann bekam er eine E-Mail von Jake Adelstein, einem amerikanischen Journalisten: Die »dunkleren Aspekte« der Betrügereien wiesen auf Verbindungen zum organisierten Verbrechen hin.

Jake Adelstein ist nicht irgendwer; er ist der bekannteste Yakuza-Jäger unter Japans Ausländern und hat in Tokio viele Jahre nur unter Polizeischutz leben können. Woodford, den seine Gegner später aus dem Konzern drängten und der aus Angst um seine Sicherheit erst mal in die britische Heimat floh, erinnert sich, wie er nach Adelsteins Mail hinter jeder Ecke einen Killer fürchtete: »Nach Jakes Kommentaren wurde ich zunehmend paranoid.«

Von Woodford stammt auch eine der besten Charakterisierungen Adelsteins: »Er ist wie jemand aus einem Krimi von Raymond Chandler.« Als wir uns an einem Abend in einem Restaurant in Tokios Ausgehviertel Roppongi treffen, sitzt der Amerikaner versteckt in einer Nische. Ganz in schwarz gekleidet, die Nase leicht schief, seit Gangster ihn einst zusammenschlugen, die schwarzen Haare kurzgeschoren, beobachtet er aufmerksam jeden Neuankömmling. Es stimmt, der Mann wirkt, als wäre er direkt einem der Noir der 5oer Jahre in den Vereinigten Staaten entstiegen.

Japan ist eigentlich kein gefährliches Land. Im Gegenteil: Generationen von Sozialwissenschaftlern haben versucht, die Frage zu beantworten, warum nirgendwo so wenig gemordet wird wie in Japan. Touristen, die zum ersten Mal nach Japan bekommen, zeigen sich ausnahmlos begeistert von einem Gefühl der Sicherheit, das in Ländern wie den Vereinigten Staaten, in England und zunehmend auch in Deutschland nicht mehr anzutreffen ist. Und doch gibt es unter der scheinbar heilen Oberfläche eine dunkele Seite Japans. Und dort regiert - bisweilen durchaus geduldet von den Eliten der Politik und von der Polizei - die Yakuza. Auch Adelstein hält den Einfluss der japanischen Mafia für stark und rechnet mit der Rache der Yakuza. Zwanzig Tage im Monat recherchiert er in Tokio, zehn Tage ist er bei seiner japanischen Frau und den beiden Kindern in Amerika. »Vorletzten Sommer wollten sie mich in Japan besuchen«, erzählt er. »Doch die Polizei hat abgeraten: Zu gefährlich.«

Während er berichtet, zündet Adelstein sich eine Zigarette nach der anderen an. Ein Relikt aus der Zeit, als er als Polizeireporter der nationalkonservativen japanischen Zeitung »Yomiuri« Verbrechensgeschichten im Milieu recherchierte. »Wenn du mit einem japanischen Polizisten ausgehst, lautet die erste Regel, du darfst nur Sake, Shochu, Bier oder Whiskey trinken«, erzählt er. Heute zieht er Wasser vor. Adelstein grinst. Er habe noch einen Kater, sagt er: Normal nach einem Treffen mit Informanten aus der Unterwelt.

Bei der »Yomiuri« begann 1993 Adelsteins Karriere als Polizeireporter. Hier schrieb er die ersten Geschichten, die ihn zu einem der bekanntesten Yakuza-Jäger Japans gemacht haben. Selbst FBI oder CIA fragen ihn heute gelegentlich um Rat, heißt es. Für viele Japaner ist Adelstein zwar nur ein paranoider Ausländer, der von Morddrohungen der Yakuza fantasiert. Für andere ist er aber die wichtigste Instanz, wenn es um Informationen über die organisierte Kriminalität in Japan geht. In einem Land, in dem alles bis ins Genaueste geplant ist, sei selbstredend auch die Kriminalität organisiert, sagt er.

Die Yakuza hat in Japan einen bis heute sehr ambivalenten Status. Ihre vielen Vereinigungen sind nicht verboten, es gibt sogar »Fan-Magazine« mit Tratsch und Klatsch über die Mafia-Bosse. Viele Japaner kennen die eine oder andere Tarnfirma der Banden. Doch wehe, in einer Izakaya spricht einer zu laut das Wort Yakuza aus. Psst, heißt es dann. Wer weiß, wer am Nachbartisch mithört? Dabei haben Banden wie die Sumiyoshi-kai oder der Inagawa-kai, die in Tokio stark sind, sogar offizielle Büros. Die größte Gruppierung der Yakuza ist die Yamaguchi-gumi mit 17 300 Vollmitgliedern - so Schätzungen der Polizei - und Hauptsitz in Kobe im Südwesten Japans.

Adelstein glaubt, dass Politik und organisierte Kriminalität in Japan bis heute eng verflochten sind. Seit Menschenhandel, Rauschgift, Prostitution und Erpressung immer riskanter werden, hat sich auch die Yakuza auf Finanzgeschäfte verlegt. Ein Fall wie die Betrügereien bei Olympus passt da ins Bild, das Adelstein zeichnet, auch wenn die offiziellen Ermittlungen den Zusammenhang nie bestätigt haben. Adelstein, dessen Schilderung seiner Erfahrungen als Polizeireporter bei »Yomiuri« 2010 in Deutschland unter dem Titel »Tokio Vice« erschienen, arbeitet gerade an einem Buch, in dem er sich den Finanzgeschäften der Yakuza widmet.

»Die Yakuza galt von jeher als notwendiges Übel, sogar als zweite Polizei, die Japans Straßen effektiv von Räubern und gewöhnlichen Dieben säubert«, erklärt Adelstein. Tatsächlich ranken sich viele Gerüchte darum, wie eng Polizei und Yakuza zusammenarbeiten, um zumindest an der Oberfläche Ruhe und Ordnung in den Städten des Landes zu wahren. Zwar hat Japan Anfang der neunziger Jahre die Gesetze gegen die Yakuza verschärft; die Rezession, die die organisierte Kriminalität danach erlebte, hat laut Adelstein ihre Macht aber nicht gebrochen. Sie agiere unter der Oberfläche.

Eigene Erfahrungen bestätigen diesen Befund: Wer zum Beispiel in Saitama - der Nachbarpräfektur Tokios, in der Adelstein vor zwanzig Jahren erstmals als junger Polizeireporter mit der Yakuza zu tun bekam - Polizisten fragt, wie es denn mit der organisierten Kriminalität bei ihnen aussehe, der erntet neben einem freundlichen Lächeln nur ein noch freundlicheres Schweigen. Die Polizei will die Yakuza kontrollieren, ihre Tätigkeiten auch einschränken - aber ganz offenkundig will sie sie nicht zerstören.

2006 stellte die Polizei in Tokio eine Liste mit rund 1000 Tarnfirmen der Yakuza in der Hauptstadt und der näheren Umgebung zusammen. Rund ein Fünftel davon waren Immobilienfirmen. »Die neueste Liste zeigt, dass die Yakuza sich jetzt noch häufiger mit Wertpapieren, Wirtschaftsprüfung, Finanzberatung und ähnlichen Tätigkeiten beschäftigt«, berichtet Adelstein. Auch den sogenannten sozialen Medien im Internet wenden sich die Kriminellen neuerdings zu und investieren dort ihr Geld: »Leichter lässt sich der Zugang zu Daten, die man für Erpressung nutzen kann, nicht finden.« Mehr als 86 000 Yakuza-Mitglieder gibt es nach Polizeischätzungen in Japan - eine Dimension, von der die amerikanische Mafia in ihren besten Zeiten nicht zu träumen wagte.

»Hanshakaiteki seiroyoku« werden die Yakuza-Organisationen in der japanischen Gesellschaft heute euphemistisch genannt, »antisoziale Kräfte«. Sie selbst bezeichnen sich dagegen gern als »Kyookaku«, als »edle Ritter«. Geradlinigkeit und Schutz der Schwachen, so lautet angeblich der eigene Ehrenkodex. Viel sei davon nicht mehr übrig, meint Adelstein. Frauenhandel, Drogen, Schutzgelderpressung, wachsende Brutalität, Vergewaltigungen - »sie werden mehr und mehr zu gewöhnlichen Kriminellen«, erklärt er. Mit einem Yakuza-Mitglied der alten Schule arbeitet der Reporter gerade eng zusammen. Der Gangsterboss will seine Biographie veröffentlichen, Adelstein schreibt sie.

Dabei ist schon die Bedeutung des Wortes Yakuza aufschlussreich. Es setzt sich aus den japanischen Slangwörtern für acht, neun und drei zusammen. Bei einem Mahjongg-Spiel sieht das auf den ersten Blick nach einem Gewinn aus, weil es sich auf zwanzig summiert - es hat nach den Spielregeln aber den Wert null. Bis heute rekrutiert sich die Yakuza zum großen Teil aus Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, vor allem der koreanischstämmigen Minderheit. Ihre Erkennungszeichen sind Tattoos - oft ist der ganze Körper künstlerisch mit Tattoos übersät - oder ein fehlender Ringfinger. Der ist zumeist zum Teil abgehakt worden, um nach einem Versagen die Loyalität zum Boss zu zeigen.

Als Adelstein 1988 aus der amerikanischen Provinz in Missouri nach Tokio kam, um an der Sophia-Universität Japanische Literatur zu studieren, konnte er sich die Unterwelt Japans, die er heute so gut kennt wie wohl kaum ein anderer Ausländer, nicht vorstellen. Er wohnte damals in einem Shinto-Kloster, im Gegenzug unterrichtete er den Abt in Englisch. »Ich mochte Japan einfach«, sagt er.

Während in den Vereinigten Staaten die soziale Ungleichheit immer weiter wuchs, machten die Japaner schon über ihre Sprache deutlich, dass es Gleichheit nicht gebe. Höherrangige werden höflicher angesprochen als Menschen, die unter einem stehen. Doch dabei sei alles höflich, sauber; es gebe keinen religiösen Fanatismus, sagt Adelstein. Dann lacht er: »Und ich mag, dass nicht jeder ein Gewehr hat.« Japan sei das Land, in dem er - trotz allem - alt werden wolle.

Der Mann, der ihn daran hindern will, heißt Tadamasa Goto. Adelsteins und Gotos Spuren kreuzten sich, als der Polizeireporter von Saitama nach Tokio versetzt wurde und dort über die organisierte Kriminalität im Rotlichtbezirk Kabukicho berichtete. Adelstein schlug sich hier die Nächte um die Ohren. Er soff mit Polizisten, er aß mit Yakuza-Leuten und schlief auch schon mal mit einer der Prostituierten, um an Informationen für seine Geschichten aus der Unterwelt zu kommen. »Ich bin eine Informationshure«, sagt er, und dabei schwingt Stolz mit in seiner Stimme.

Auf der Suche nach einer Freundin, einer ausländischen Hostess, die ihn mit Informationen versorgte, recherchierte er, dass Goto andere Yakuza-Leute an die amerikanischen Behörden verraten hatte, um für eine Lebertransplantation dort einreisen zu können. »Verzichten Sie auf die Story und auf Ihren Job, und alles ist vergessen«, ließ Goto Adelstein über einen Mittelsmann ausrichten. »Doch wenn Sie den Artikel schreiben, werden wir Sie überall aufstöbern.«

Das war die Todesdrohung, die bis über dem Reporter schwebte. Er ging damals mit seiner Familie zurück nach Amerika, er verließ die »Yomiuri«. Aber er hat die Geschichte veröffentlicht - in den Vereinigten Staaten.

Mancher in Tokio meint, Adelstein sei besessen von Goto. So lang, wie er behaupte, sei der Arm des Gangsters schon lange nicht mehr. Ist er besessen? »Es ist schwer, diesen Kerl zu ignorieren«, antwortet Adelstein nur, schenkt sich nach und schaut sicherheitshalber noch einmal in Richtung Restauranttür. Seit er bei der »Yomiuri« aufgehört hat, arbeitet Adelstein auf eigene Rechnung.

Als er bei der »Yomiuri« als Journalist anfing, war er der erste Ausländer, der je als Polizeireporter für ein japanisches Blatt geschrieben hat. Weil er Ausländer ist, nahmen viele ihn damals nicht ernst. Gemeinhin erwarten Japaner nicht, dass Ausländer ihre Sprache sprechen. Selbst wer in Tokio in klarem Japanisch nur nach dem Weg fragt, bekommt oft die überraschende Antwort: „Sorry, I don’t speak English.“

Nachdem das auch Adelstein bei seinen Recherchen anfangs immer wieder so erging, änderte er seine Taktik. »Ich bin Reporter bei der »Yomiuri Shimbun« und arbeite an einem Artikel«, stellte er sich vor. »Hier ist meine Karte. Es tut mir leid, dass ich Ausländer bin und Ihre Zeit in Anspruch nehmen muss, aber ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen stellen.«

Neben den Recherchen für seine beiden Bücher treibt Adelstein seit seinen Reporterjahren in Kabukicho vor allem ein Thema um: Frauenhandel und junge Frauen, die in Japan zur Prostitution gezwungen werden. Zwar gibt es in dem Land offiziell keine Prostitution - per Gesetz ist sie verboten -, doch in wohl kaum einem Land ist die Kluft zwischen Norm und Wirklichkeit so groß wie hier.

Laut Adelstein holt sich die Yakuza für ihre Geschäfte immer mehr junge Frauen aus Korea, Taiwan und Indonesien; die würden mit mehr oder weniger Druck in die Prostitution gezwungen. Doch auch immer mehr »dumme junge Japanerinnen« gerieten wegen der schlechten Jobaussichten in die Fänge der Yakuza. Die Mädchen seien verschuldet, manchmal werde auch nur damit gedroht, alles den Eltern zu erzählen. Adelstein greift solche Fälle in seinem Blog auf.

Für seine Recherchen ziehe er heute selbst nicht mehr durch Kabukicho, sagt er. Bei seiner Jagd auf die organisierte Kriminalität treibt ihn nicht nur sein Reportergeist. Was Adelstein dazu bringt, weiter zu machen, ist auch das, was ihn in Japan am meisten stört: »die weitverbreitete Apathie gegenüber dem, was in der Gesellschaft passiert, und die Apathie, daran nichts zu ändern«.

Eine undurchsichtige Rolle spielt die Yakuza auch bei den Aufräumarbeiten auf dem Gelände des havarierten und von radioaktiven Strahlen verseuchten Atomkraftwerks Fukushima I. Dort verrichten nach japanischen Medienberichten die gefährlichsten Jobs jene Männer, die von der Yakuza, der japanischen Mafia, rekrutiert wurden. Jedenfalls ist das oft der Fall. Einige wurden dazu gezwungen, weil sie der Yakuza gegenüber »schwere Schulden« hätten. Das behauptet Tomohiro Suzuki, der als verdeckt arbeitender Journalist einen Sommer lang selber als Hilfsarbeiter in der zerstörten Atomanlage gearbeitet hatte. Einige der hochgelobten »Fukushima-50«, jener vermeintlich mutigen Männer, die in der Woche nach dem Atomunfall ihr Leben riskierten, waren Yakuza, so Suzuki. Die Verbrecherorganisationen kassieren als Arbeitsvermittler die Provisionen: je gefährlicher der Job, umso höher die Zahlung..

Japans Yakuza ist eng verflochten mit manchem rechten Politiker. Als die japanische Linke - ja, so etwas gab es einmal - in den 1960er-Jahren gegen die Militärallianz mit den Vereinigten Staaten protestierte, waren es Männer der Yakuza, die die Demonstranten in die Flucht prügelten. Nach dem Erdbeben 1995 in Kobe zog die dort sehr starke Yakuza die effektivsten Hilfsmaßnahmen auf und demonstrierte die Hilflosigkeit des Staates. Auch nach dem Tsunami von 2011 schickte sie viele Lastwagen mit Nothilfe, danach bewarben sich ihre legalen Firmen aggressiv um Aufträge zur Müllbeseitigung.

Die Verbindung des Olympus-Konzerns zur Yakuza ist nach Woodfords Flucht aus Japan niemals bewiesen worden. Doch die Richtung passt. Die Yakuza richtet sich neu aus - und die Finanzindustrie, die von den Notenbanken immer ungenierter mit Spielgeld für ihren Casinokapitalismus ausgestattet wird - ist heute für sie das profitabelste Geschäft. Das Gesicht der Yakuza verändert sich, auch wenn das Kerngeschäft vom Frauenhandel über die Prostitution bis zur Schutzgelderpressung und zum Glücksspiel immer noch große Bedeutung hat. Profite sichert sie sich heute aber eher mit einem Eintauchen in die legale Wirtschaft, analysiert Wolfgang Herbert, der an der Universität von Tokushima lehrt. »Fraternisierte Unternehmen - auf Japanisch kigyo shatei - und Fassadenfirmen - furonto kigyo - bilden die immer breiter werdende Speerspitze der Anpassungsstrategie der neuen Yakuza«, erklärt Herbert. Oft wissen nur die Führungskräfte an der Spitze, dass und wie weit die Unternehmen von der Yakuza kontrolliert werden. Die Spuren zur Yakuza werden verwischt, und die Polizei tappt im Dunkeln. Es gibt Schätzungen, dass die Yakuza mehr als 10 Prozent der Profite abschöpfen könnte, die durch die Olympischen Sommerspiele in Tokio 2020 in die Kassen japanischer Unternehmen gespült werden. In Asien erwächst den erfolgsverwöhnten japanischen Gangstern aber eine gefährliche Konkurrenz: die chinesischen Triaden. Die dringen selbst in Japan langsam vor. Ein alter Yakuza-Mann meinte deswegen kürzlich: »Wenn ich in etwas investieren würde, dann setze ich doch besser auf die Triaden...«

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